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Stod

 

RadniceDie Stadt Stod befindet sich in einem flachen Tal, durch das der Fluss Radbuza fließt, etwa 22 km südwestlich von Pilsen. In der Geschichte wurde Stod zum ersten Mal im Jahr 1235 erwähnt, als die Stadt von König Wenzel I. dem Kloster in Chotěšov geschenkt wurde. Ein wichtiges Datum ist der 14. 5. 1315, als das Dorf zu einem Marktflecken von Johannes von Luxemburg erhoben wurde und seit der Zeit jeden Freitag ein Markt stattfinden konnte. 1363 bekam Stod von Karl IV. weitere Rechte und Freiheiten, wie zum Beispiel Erbrecht, Jurisdiktion und Siegelbenutzungsrecht. Nach dem Dreißigjährigen Krieg kam es zur Germanisierung des ganzen Gebietes.

Am 1. 2. 1850 wurde der Marktflecken zur Stadt erhoben. 1921 zählte die Stadt Stod 3021 Einwohner. 1938 meldeten sich die ganzen zwei Viertel der Bevölkerung zur deutschen Nation, nach dem Krieg wurden 4000 Deutsche von Stod vertrieben. Seit 1961 gehört Stod zum Bezirk Pilsen-Süd. Heutzutage ist Stod eine Gemeinde mit der erweiterten Wirkung.

Die Kirche von Maria Magdalene ließ an der Stelle der ursprünglichen Kapelle der Propst Adam Haster im Jahr 1567 erbauen. 1841 begann ihr Umbau im Empirestil nach den Plänen von A. Thurner. Im April 1843 wurde der Bau ausgeweiht. Die Kirche von Maria Magdalene ist ein dreischiffiger Bau mit einem älteren Turm über dem Westportal. Der Innenraum wurde im Barockstil und im klassizistischen Stil gemacht. Der Bau wurde 1992–1995 rekonstruiert.

Das Haus der Post in Konskriptionsnummer 12, später Josef Schwans Gasthaus „Zum Schwan,“ auch Suworow-Haus genannt, wurde 1747 erbaut und ursprunglich diente es dem Postweg Prag –Pilsen –Klenčí. Es geht um einen Flachbau mit drei Giebeln. An einem von den Giebeln gibt es eine Reliefskulptur des kaiserlichen zweiköpfigen Adlers, der andere Giebel trägt die Jahreszahl 1747, das Datum des Aufbaus. In der Fassade gibt es eine Gedenktafel des russischen Feldherrn A. W. Suworow, der hier 1799 übernachtete. Das Gebäude wurde 1997–998 rekonstruiert.

Die Spitttelkapelle von Johannes von Nepomuk ist ein zentraler Bau mit einem sechsseitigen Grundriss und mit einem pyramidenartigen Dach aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Dieses Gebäude wurde wahrscheinlich zusammen mit dem naheliegenden Spittel erbaut, das 1617 von A Rudrisch, Propst von Chotěšov, gegründet wurde. Der Bau wurde 1990–1999 rekonstruiert.

Das Haus No. 161, das eine Dominante der Stadt auf dem rechten Ufer darstellt, ist ein aus 1716 stammendes Etagengebäude mit einem Mansardendach, an der Stirnseite mit einem zweiachsigen mittleren Risalit. Vom Westen liegt am Haus ein Bogentor mit dem Eingang in den Hof. Das Haus war ein Besitz von einem wichtigen Landsmann von Stod, Jan Florian Hammerschmidt (1652–1735), dem Schriftsteller und Historiker, nach dem das Haus benannt wurde. Dieses Haus wartet bis heute auf seine Rekonstruktion.

Der Hein der zu Tode Gemarterten. In der Kurve der Landstraße in der Richtung Chotěšov erstreckt sich ein Park, wo das Granitdenkmal mit einer Bronzetafel an ein Massengrab von 241 nazistischen Opfern von dem Todestransport, der im April 1945 in Stod anhielt, erinnert. Das Denkmal wurde am 25. September 1960 enthüllt.

Heutzutage gehört zu der Stadt Stod auch der Kreuzberg, der langfristig an die Mikroregion Radbuza vermietet wurde. Vom Kreuzberg wird an einer anderen Stelle der Broschüre geschrieben.