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Přehýšov

 

KaplePřehýšov befindet sich in dem ebenen Gelände 7 km von Stod. Die erste Urkunde über die Gemeinde erscheint in dem Dokument aus dem Jahr 1248. In Přehýšov am Platz des heutigen Hauses No. 179 wurde 1864 ein Kalvarienberg, ein Dreier steinerner Schäfte, der Skulpturen und einen eisernen Kreuz trägt. Acht Jahre später wurde hier unweit des Dorfes von dem Gewerk eine Tiefgrube Ziegler gegründet. Noch während des Kriegs, im Jahr 1917, wurde die hiesige Grube Ziegler von Škoda-Werke in Pilsen gekauft, die hier einen bis 1952 arbeitenden Munitionsbetrieb aufbauten. 1893 wurde in der Mitte des Dorfplatzes eine große Kapelle der Jungfrau Maria erbaut, die heute eine der Dominanten der Gemeinde bildet. Es geht um einen neugotischen Bau, an der Vorderseite gibt es einen Turm. Vor die Kapelle wurde ein Gedankkreuz gestellt.

Heute ist Přehýšov eine entwickelte Gemeinde mit 386 Einwohnern, zur Gemeinde gehört auch das sog. Windloch, damals ein Lüftungsstollen der hiesigen Steinkohlegrube. Im Dorf gibt es einige erhaltene Fabrikgebäude aus der Zeit nach 1900, Munitionslager schützende Schanzen und Barackenkolonie. Am Umkreis des außergewöhnlich ausgedehnten Dorfplatzes mit dem inneren Aufbau sind viele Bauernhöfe, meistens aus der spätklassizistischen Zeit, oft mit Bogentoren, erhalten.

Bestandteile von der Gemeinde Přehýšov bilden die Dörfer Bítov und Radějovice. Die erste Urkunde über Bítov stammt aus 1272, als das Dorf dem Chotěšov-Kloster gehörte. Heute ist Bítov ein landwirtschaftliches Dorf mit 48 Einwohnern.

Das erste Dokument über Radějovice ist von allen dreien Dorfern am ältesten – stammt aus dem Jahr 1239, als das Dorf dem Kladruby-Kloster gehörte. An der 19.–20. Jahrhundertwende wurde im Zentrum des Dorfplatzes eine Mauerkapelle mit einem Türmchen über dem Eingang erbaut. Heutzutage zählt das Dorf 50 Einwohner.