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Horšovský Týn

 

HoršovHoršovský Týn erstreckt sich an beiden Ufern des Flusses Radbuza in dem südwestlichen Teil der Region Pilsen. Die Einwohnerzahl ist zu 1. 1. 2007 4799 Einwohner. Hier führen wichtige Kommunikationswege nach Domažlice und zu den Grenzübergängen an der tschechisch-bayrischen Grenze. Die Stadt war in der Geschichte eine wichtige Residenz der Prager Bischofe und Erzbischofe. In der Zeit der Hussitenkriege widerstand die katholische Stadt allen Angriffen des Hussitenheeres. Von der Hälfte des 16. Jahrhunderts bis die Hälfte des 20. Jahrhunderts war Horšovský Týn zusammen mit dem ausgedehnten Herrengut in den Händen von Lobkowitz und Trautmannsdorff. Heute lockt die Gemeinde die Besucher vor allem wegen dem Schloss mit dem Park und dem ungestorten historischen Stadtkern, der unter dem Denkmalschutz liegt.

Zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten gehört die Bischofsburg, die im 16. Jahrhundert zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. Heute kann man sie sich in 6 Besichtigungsrunden ansehen: Burg, Schloss, Kuche, Grafschaft, Wappensaal und Mitsuko. Zu dem Schloss gehört ein Naturlandschaftspark, der eine Fläche von 40 ha einnimmt und in dem es viele edle Holzarten gibt. Der Park zählt man zu den wichtigsten in Westböhmen und 1995 wurde er zum Nationalkulturdenkmal erklärt. In dem Park sind auch einige interessante Bauten zu finden: Barockspeicher, Aussichtsturm, Loreto und Ballhaus. Der Schlosspark ist ideal fur kurzere Spaziergänge.

In der Stadt sind viele historische Häuser vor allem um den malerischen Platz erhalten.

Direkt im historischen Zentrum, auf dem Platz, interessiert einen ein klassizistischer quadratischer Bau aus der Halfte des 19. Jahrhunderts – der Glockenturm. Drinnen befindet sich eine Glocke mit dem Durchmesser von 184 cm, die 3 t wiegt.

Die herrliche Aussicht auf das malerische Städtchen öffnet sich einem, wenn man 98 Stufen auf den Turm von der Peter-und-Paulus-Kirche hinaufsteigt. Der Turm ist 38 m hoch und ist fur die Öffentlichkeit im Juli und August zugänglich. Die Peter-und-Paulus-Kirche auf dem Platz wurde in den 80er Jahren des 13. Jahrhunderts im frühgotischen Stil erbaut. Nach 1708 kam es zu einem Barockumbau.

Von der Bebauung des Großen Platzes dominiert eine noch teilweise gotische Kirche von heiligen Apolinar, aus der Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie gehört zu den ältesten Kirchenbauten in der Stadt. In der Richtung nach Střibro steht ein Barockklosterareal von Kapuzinermönchen aus 1650–1654. Das Kapuzinerkloster bilden eine Kirche und ein dreiflügeliger Bau des Klosters mit einem allein stehenden Gebäude der Abtei.

In der Stadt finden viele interessante Kulturveranstaltungen statt, von denen die Anna-Wallfahrt, die jeden Juli stattfindet, und der Altböhmische Weihnachtsjahrmarkt mit der lebendigen Krippe, der jeden Dezember stattfindet, am wichtigsten sind.

Die historischen und natürlichen Merkwürdigkeiten warten auf die Besucher auch in der Umgebung von Horšovský Týn. Ein von Touristen oft besuchtes Ziel ist der Waldkomplex Sedmihoří mit den Hügeln mit vielen Felsblöcken und Steingärten, durch die ein Lehrweg führt.