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Chotěšov

 

Klášter premonstránekDie Gemeinde gehort zu den ältesten in der Region, denn die erste schriftliche Urkunde stammt aus 1115. Sie liegt 18 km sudwestlich von Pilsen. In allen Varianten des Namens der Gemeinde bedeutet der Ortsname Chotěšov ursprünglich einen Hof von Chotěš. Es handelt sich um die Ableitung des Namens vom Namen des Besitzers (Gründers) und Chtěšov bedeutet den Hof von Chotěš.

Die Entwicklung von Chotěšov beeinflusste vor allem die Gründung des Frauenpramonstratenserkloster von Hroznata um das Jahr 1200. Den Aufschwung erlebte das Kloster am Ende des 14. Jahrhuderts, als ihm die Städte Stod, Staňkov und Dobřany und über 50 Gemeinden in der Umgebung gehörten.

Während der Hussitenkriege und des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster mehrmals erobert und geplündert, 1278 von Otto von Brandenburg, 1421 von Jan Žižka, 1618 von Mansfeld, 1620 vom polnischen Heer, 1639, 1645 und 1647 von Schweden. Immer wurde es aber wieder erneut. In die heutige Form wurde es im 18. Jahrhundert nach den Plänen von Jakub Auguston dem Jüngeren umgebaut. Die Fresken schuf František Julius Lux von Pilsen in den Jahren 1754–1756.

1782 wurde das Kloster von Josef II aufgehoben und 1822 an Haus Thurn-Taxis von Regensburg verkauft. 1788 wurde der Klosterkonvent vermietet und später den Ordensschwestern des Selesianenorden verkauft. Sie errichteten hier eine private konfessionelle Schule. Während des Zweiten Weltkrieges diente das Kloster als ein Wohnheim für total eingesetzte Frauen. Zugleich gab es hier ein Altersheim, das 1950 aufgehoben wurde. 31 Ordensschwestern und 80 Patienten wurden nach Litoměřice umgezogen und das ganze Objekt des Klosters übernahm die Tschechoslowakische Armee, die hier eine Kaserne bis 1975 hatte. Dann kam das Kloster unter die Verwaltung des regionalen Zentrums von dem Staatlichen Denkmal- und Naturschutz in Pilsen.

Am 1. 8. 1991 wurde ein Teil des Areals dem Orden der Jungfrau Maria zurückgegeben und ein Teil übernahm die Gemeinde Chotěšov als historisches Eigentum. Am 4. 9. 2002 kam es zu einem Wechsel von dem Klosterbesitz, die Ordensschwestern gaben der Gemeinde den Konvent, die Gemeinde gab dem Pilsner Bistum das Forstamt und den Garten in dem unteren Teil gaben die Ordensschwestern auch dem Pilsner Bistum.

In der Gemeinde befindet sich die Kirche von der Geburt der Jungfrau Maria, die auf den gotischen Grundlagen 1745–1747 erbaut wurde. Zu den historischen Merkwurdigkeiten in dem Dorf gehoren zwei Statuen von Johannes von Nepomuk und eine Mariensäule vom Ende des 17. Jahrhunderts. Mit der Gemeinde und dem Kloster wird der ursprüngliche Wallfahrtsort Kreuzberg, wo jetzt ein Aussichtsturm erneut wurde, verbunden.

Die Umwandlung vom landwirtschaftlichen zum industriellen Charakter der Gemeinde und deren Umgebung beeinflusste die Entdeckung des Anbruchs von Braunkohle in der näheren Gemeinde Mantov. Zu der Dämpfung der Förderung kam es in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Heutzutage vertritt die leichte Industrie in der Gemeinde die Firma MD Elmont GmbH, die mehr als 1300 Arbeiter in vier Produktionshallen beschäftigt.

Heutzutage zählt Chotěšov zusammen mit den beigeschlossenen Dörfern Mantov, Losina, Hoříkovice und Týnec 2624 Einwohner.

Das Geweih im Wappen - vom Hauswappen von Hroznatas übernommen, die baue Farbe – der Fluss Radbuza, die gelbe Farbe – das goldene Wappen und der achteckige Stern – das Symbol von der Geburt der Jungfrau Maria.